Album "Mountain Man" von 1977

Auch dieses Album besticht durch seine Vielfalt. Augenfällig ist der grosse Anteil von kurzen (2 min) Songs. Die Tatsache, dass z.T. bereits verwendete Aufnahmen oder Melodien verwendet wurden, legt die Vermutung nahe, dass das Album etwas unter Zeitdruck entstanden ist. Trotzdem überzeugt es und fügt sich perfekt in die Reihe der PSM-Alben ein.

1977

Cindy:  Tja, was soll ich über DEN PSM-Hit schlechthin noch erzählen? Die Geschichte vom Älterwerden und Loslassen spricht für sich. Ein Muss! Wurde in den 70er Jahren von der Gruppe "The Cats" und in jüngerer Zeit von der Schweizer Punkgruppe QL gecovert.

Uncle Tom:  Eine Frau erinnert sich daran, wie sie als Kind mittels Büchern in die Traumwelt von Onkel Tom und dem Mississippi eingetaucht ist und dort glücklich war. Ein sehr fröhlicher Song, der aber – typisch PSM – trotzdem nachdenklich stimmt. Speziell: Basiert auf dem Traditional „Grandfather’s Clock“ / „Meines Grossvaters Uhr“, ist jedoch ungleich flotter als dieser. PSM hatten im Lied „Ein neuer Tag“ das Motiv der Strophe schon einmal verwendet.

Sun Of The Incas:  In ihrer bezaubernden Atmosphäre erzählen PSM von den Inkas – dem Aufstieg und Fall des sagenumwobenen Indio-Volkes. Speziell: Toller Percussion-Sound. Von dem Song existiert übrigens eine frühere Version, welche auf der LP „Three Friends“ veröffentlicht wurde. Im Unterschied zur Album-Version ist diese schwächer instrumentiert, besitzt ein Panflöten-Intro und die Strophen werden (mit anderem Text) gesprochen, davon eine sogar auf Spanisch!

Soldiers (auch „Amgio II“): Inhaltlich ist dies die Fortsetzung von Amigo aus dem 76er Album. Bill schreibt seiner Mutter, was sich im Krieg zugetragen hat. Danach kehrt er zurück auf das Schlachtfeld, denn er weiss, was er zu tun hat… Speziell: Mundharmonika. „Soldiers“ wurde auch auf der CD „Country“ veröffentlicht, dort aber ohne das Piano-Intro und die erste langsame Strophe… warum auch immer…?

Switzerland:  PSM machen zünftig Werbung für die Schweiz, fast jedes Klischee wird bemüht. Böse sein kann man ihnen deshalb nicht, der Song ist kult! Speziell: Das Intro ist gepfiffen. Peter Reber benutzte die Melodie später für sein Lied „Meitschibei“.

Bärengraben in Bern II:  Diesmal geht’s immerhin 58 Sekunden. PSM versuchen, den Sound einer Schellackplatte aus den 20er Jahren hinzukriegen.

Mountain Man:  Flotte Single, erzählt davon, dass ein Mann, der in den Bergen lebt, dort oben glücklich sein soll, weil er auf die Probleme der Welt hinunter schauen kann und über ihnen steht. Speziell: Violinen-Solo. Von dem Song gibt es eine fast identische Version, welche sich auf einer LP („Wunschkonzert“) findet. Der Instrumental-Zwischenteil wird dort wiederholt, und zwar ohne Violine.

Susie:  Romantischer Song über zwei Liebende, welche sich offensichtlich neu orientieren müssen. Deshalb schmachtet „er“ Susie an. Speziell: Auch von diesem Lied existiert auf der LP „Three Friends“ eine frühere Version, welche sehr nahe an die später veröffentlichte heran kommt.

Mexican Dream: Lockig-flockiger PSM-Song, fröhlich und heiter wie viele 76er/77er Songs. Zwei Liebende in Mexico … hossa hossa (sorry!) Speziell: Die Melodie der Strophe hatten PSM schon 1975 für „Dans le vent “ verwendet.

Morning Sun: Es wird beschrieben, wie die Natur am Morgen erwacht (zumindest, wenn schönes Wetter angesagt ist…). Schöner Violinen-Sound.

Mama Made The Music: Erzählt wird von einem Mädchen, welches mit sechs Brüdern aufwächst. Die Eltern musizieren jeweils am Sonntag mit ihrem siebenköpfigen Nachwuchs.

Fireland: Hier geht es um die Gegend um das Kap Hoorn, welches im 19. Jahrhundert vielen Segelschiffen zum Verhängnis wurde. Möge die Macht mit uns sein ... (hehe…) Speziell: Sturmgeheul

 

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