Album "Birds Of Paradise" von 1980

Das letzte PSM-Album ist wohl ihr Bestes und gehört in die Top-Liga der Schweizer Popalben. Mit einer Ausnahme haben die Songs ein durchwegs hohes Niveau. Auf einigen Songs spielen die Streicher des London Philharmonic Orchestra mit.

1980

Birds Of Paradise: Unvergessener Hit, tolle Melodie. Ein Mädchen auf dem Weg ins Paradies. Nahtodeserfahrung? Den Inhalt zu interpretieren ist schwierig, ich wage mich da nicht zuweit hinaus. Speziell: Panflöte. Der Song wird von einigen internationalen Truppen als Abschiedsstück verwenden, z.B. von den Swisscoy im Kosovo oder von den KFOR.

North Of Alaska: Ruhiger Popsong über den Herbst und das Ende einer Liebe, aber sehr schöne Melodie und packender Refrain.

Hello Computer: Sehr spezielle PSM-Nummer. Eine Frau fragt einen Computer, ob er einen Mann für sie habe. Heute mit dem Internet zur Realität geworden. Witziges Ende. Speziell: Synthi-Sound, Zungenbrecherstelle von Sue („alpha-beta-gamma-delta-multiplied-to-gimme-shelter-and-divide-the-calculater-sing-it-to-the-melody“ in etwa 2.7 Sekunden…)

Love Will Find A Way: Auch hier geht es um vergangene Liebe und eine verlassene Frau (naja, wir Männer sind halt die Bösen…). Schöne Melodie und super instrumentiert.

Pocket-Picking Country Boy: Witziger Countrysong, aber anders als die früheren PSM-Countrynummern. Der junge Taschendieb Terry erhält von einem älteren Herrn den Rat, doch besser die guitar statt die pockets zu picken.

Doctor Rock: Ebenfalls sehr witzig, eine rassige Rocknummer im Boogie-Stil. Tja, was soll man(n) nur mit einer hulahula-verrückten Dame anfangen? Let’s rock!

Ciao Amico: Italienische Single, ruhig und ergreifend. Hätte in San Remo sicher gute Chancen gehabt, doch PSM sind leider dort nie vorbei gekommen.

Only You: Naja, PSM haben von diversen Songs tolle Coverversionen gemacht, aber das hier ist völlig unspektakulär (man könnte sogar sagen langweilig) und passt überhaupt nicht auf das starke Album. Fällt völlig ab.

Sing Children Sing: Dieser Popsong ist echt toll. Packend von Anfang bis Schluss. Schöne Botschaft an die Jugend, vielleicht inspiriert von den 80er Unruhen in Zürich. Super Orchester.

The Last Bolero: Der Bolero-Rhythmus kommt sehr gut rüber, toller Sound am Schluss. Monsieur Ravel hätte seine helle Freude gehabt. Inhaltlich geht es um ein Pärchen in Argentinien, das den letzten Bolero des Abends tanzt.

Steamboat: Passender Abschluss einen tollen Albums. Sehr ruhiger, melancholischer Titel, fast zu Tränen rührend. Speziell: Dampfmaschine.

 

f f