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PSM am Eurovision Songontest
Insgesamt viermal vertraten Peter, Sue & Marc die Schweiz am ESC. Vier Teilnahmen sind bis heute Rekord und von keinem ESC-Teilnehmer in ganz Europa übertroffen.
1971 - Final in Dublin - Platz 11
Mit dem Chanson "Les illusions de nos vingt ans" versuchten es PSM ein erstes Mal. Jung und ein bisschen "naiv" betraten sie erstmals die grosse europäische Musikbühne. In Dublin reichte es mit 88 Punkten auf Platz 11. Die Siegerin war Séverine, die mit "Un banc, une arbre, une rue" für Monaco abräumte.1973 - Schweizer Vorentscheidung
Zwei Jahre nach der ersten Teilnahme wollten PSM wieder die Schweiz vertreten. Doch mit "Es kommt ein Tag" reichte es nicht ganz, Patrick Juvet fuhr mit "Je vais me marier avec toi, Marie" ans Finale.1974 - Schweizer Vorentscheidung
Mit "Frei" wollte man es nach einem Jahr Unterbruch wieder wissen. Wieder klappte es nicht, diesmal stand dem Trio Piera Martell vor der Nase. Ok, gegen ABBA und ihr "Waterloo" wäre es 1974 wohl eh sehr schwer geworden...
1975 - Schweizer Vorentscheidung
Schon wieder nichts. Mit "Lève-toi, soleil" landeten PSM auf Platz 2 und mussten Simone Drexel und ihrem "Mikado" den Vortritt lassen.1976 - Final in Den Haag - Platz 4
Die Vorentscheidung in Lugano lief für PSM nicht nach Wunsch, die technische Pannen und die miserable akustische Bedingung im Studio liessen sie nicht ernsthaft an eine Qualifikation glauben. Doch es reichte - PSM waren dabei!
"Djambo Djambo" kam bei den Jurys offensichtlich sehr gut an. PSM erreichten Platz 4, schlugen unter anderem Al Bano und seine Romina sowie die Les Humphrey Singers. Kein Weg führte jedoch an Brotherhood of Man und ihrem Ohrwurm "Save your kisses for me" vorbei. Die Briten hatten mit der Startnummer 1 den Wettbewerb erföffnet, PSM folgten ihnen mit Nr. 2. Trotzdem bedeutete "Djambo Djambo" den Durchbruch für PSM.
Übrigens: "Djambo Djambo" war jahrzehntelang das einzige Schweizer ESC-Lied, welches in Englisch gesungen worden war. In den 70ern war für einige Jahre die Sprachenregelung (ein ESC-Lied muss in einer der Landessprachen verfasst sein) aufgehoben worden. 1978 führte man sie wieder ein und schaffte sie erst 1999 erneut ab. Seit 2004 gab es nun vier weitere Schweizer ESC-Beiträge auf Englisch (Piero 2004, Vanilla Ninja 2005, Six4One 2006, DJ Bobo 2007).1978 - Deutsche Vorentscheidung
PSM wollten es auch in Deutschland wissen. Und mit der deutschen Originalversion von "Charlie Chaplin" (die in der Schweiz erst 1984 nachträglich auf LP veröffentlicht worden war) hätte es auch beinahme geklappt. Die Songs wurden damals im Radio vorgestellt, und das Publikum stimmte ab. PSM landeten immerhin auf Rang 3.
1979 - Final in Jerusalem - Platz 10
"Trödler & Co." war ein schräger und damals nicht unumstrittener Beitrag. PSM taten sich für dieses Projekt mit Pfuri, Gorps und Kniri zusammen. An der Vorausscheidung in Genf schlug man unter anderem die italienische Sängerin Rita Pavone (was diese gar nicht lustig fand). Der ganze Krempel der Trödler wäre schliesslich beinahe am Zoll von Israel hängen geblieben.Am Final dirigierte Rolf Zuckowski für PSM das Eurovisionsorchester. Wenn man den Auftritt im Fernsehen studiert, fällt auf, dass die Nummer leider nicht so rüberkam. Die Bildregie der Israelis (Schnitte, Aufnahmen) sind sehr schwach und der Song wirkt mit dem Orchester nicht so fetzig wie auf der Studioaufnahme. Platz 10 war ehrenvoll, aber nicht gerade der Hammer.
Trotzdem waren PSM zufrieden und genossen den ESC 1979, der mit Gali Atari und dem "Halleluja" einen würdigen Sieger und mit Dschingis Khan aus Deutschland einen der legendärsten ESC-Auftritte lieferte.
1981 - Final in Dublin - Platz 4
Nach der Schweizer Vorausscheidung gaben PSM bekannt, dass sie sich Ende Jahr trennen würden. Speziell war, dass Peter Reber noch einen weiteren starken Song in diese Vorausscheidung schickte, und zwar "San Gottardo". Dafür stellte er die Gruppe "Swiss Union" zusammen, der neben Maja Brunner, Piera Martell und einem weiteren Sänger auch Marc angehörte. Die "Swiss Union" kam auf Platz 2, wurde jedoch Publikumssieger. Peter Reber erklärte später, er hätte sich vorstellen können, diese Gruppe in der Nach-PSM-Zeit weiter aufzubauen und zu betreuen. Nun, dazu kam es nicht, denn PSM schafften mit "Io senza te" ihre vierte Teilnahme.Die Voraussetzungen in jenem Jahr waren günstig. "Io senza te" war eine starke Nummer, der im Vorfeld gute Chancen eingeräumt wurden. Neben Grossbritannein (mit Bucks Fizz) und Deutschland (mit Lena Valeitis) galten PSM als Favoriten, auch bei den Wettbüros.
Der Finaltag kam, und PSM gingen als zweitletzte Nummer ins Rennen. Ihr Auftritt verlief sehr gut, und der Applaus in der Halle war entsprechend gross. Dann kam die Wertung.
Zwei Jurys vor Schluss lagen drei (!) Länder mit 120 Punkten gleichauf: Deutschland, Grossbritannien und die Schweiz. Problem für PSM: Eine der beiden folgenden Jurys war diejenige der Schweiz. Maximal 12 Punkte lagen also noch drin, von der letzten Jury der Schweden. Doch diese gaben den Schweizern nur 1 Punkt. Bucks Fizz gewannen.
Es hätte jedoch auch nicht gereicht, wenn Schweden am Schluss die 12 Punkte gegeben hätte. Länder wie Belgien und Israel, die 0 Punkte gaben, waren entscheidend. Dazu kam, dass Italien in jenem Jahr nicht teilnahm. Es ist anzunehmen, dass "Io senza te" Anklang bei einer italienischen Jury gefunden hätte... übrigens: PSM erhielten die meisten Höchstwertungen (12 Punkte), nämlich fünf (von Jugoslawien, Frankreich, Irland, Norwegen und Grossbritannien).
Egal, lassen wirs, es sollte an jenem Abend nicht sein...
Kleiner Trost: "Io senza te" gilt noch immer als einer der beliebtesten ESC-Songs in ganz Europa. Im Internet wird er immer wieder gelobt und landet bei Abstimmungen ("welches ist ihr liebster ESC-Song?") oft weit vorne.